Veröffentlichte, aber noch nicht angewendete Rechnungslegungsvorschriften

IFRS 15 (Revenue from Contracts with Customers) ist der neue Standard zur Umsatzerfassung, der für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen, anzuwenden ist.

Bayer wird IFRS 15 auf Basis der modifizierten retrospektiven Methode einführen, sodass etwaige Umstellungseffekte zum 1. Januar 2018 kumulativ in den Gewinnrücklagen erfasst werden und die Vergleichsperiode in Einklang mit bisherigen Regelungen dargestellt wird. Im Rahmen der Projekteinführung wurden alle gängigen Geschäftsmodelle der Life-Science-Bereiche des Konzerns untersucht. Die bisher getroffene Einschätzung, dass voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Zeitpunkt der Umsatzrealisierung für diese Geschäfte bzw. deren Komponenten zu erwarten sind, wurde für zwischenzeitlich untersuchte Gesellschaften bestätigt. Die Analyse dauert gegenwärtig in einigen wesentlichen Gesellschaften noch an. Mögliche, jedoch gegenwärtig noch nicht quantifizierbare Effekte im Segment Covestro können sich in Bezug auf den Zeitpunkt der Umsatzerfassung bei bestimmten Lager-Vereinbarungen, bei einigen kundenspezifischen Produkten und bei der Erbringung von Serviceleistungen wie z.B. Transport- bzw. Frachtleistungen ergeben. Darüber hinaus ist bei Bayer die Beurteilung einzelner, individueller Lizenzverträge noch nicht abgeschlossen. Es zeichnen sich auf den Gesamtkonzernumsatz bezogen nicht wesentliche Umstellungseffekte aufgrund der abweichenden Bilanzierung von Meilensteinzahlungen im Rahmen von Zugangsrechten ab, welche dann zum Umstellungszeitpunkt eine Erhöhung der Gewinnrücklagen zur Folge hätten. IFRS 15 konkretisiert die Zuordnung von einzelnen Sachverhalten zu (neuen) Bilanzzeilen, einzelnen Funktionskosten in der Ergebnisrechnung und deren Brutto- versus Nettodarstellung. Die Ermittlung der Effekte auf die Höhe der Umsatzerlöse bzw. die Höhe der Vertriebskosten ist derzeit noch nicht abgeschlossen. Auf Basis der derzeitigen Erkenntnisse werden jedoch keine wesentlichen Effekte erwartet. Insgesamt wird auf Basis des aktuellen Kenntnisstands für den Life-Science-Bereich von keinen wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage oder das Ergebnis je Aktie ausgegangen. Eine vergleichbare Aussage in Bezug auf das Segment Covestro kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht getroffen werden.