Prognose, Chancen und Risiken

Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Konjunkturausblick1

 

 

Wachstum 2016

 

Ausblick Wachstum 2017

Vorjahreswerte angepasst

1

Reales Wachstum des Bruttoinlandsprodukts, Quelle: IHS Global Insight

2

Darin enthalten sind rund 50 Länder, die IHS Global Insight in Anlehnung an die Weltbank als Schwellenländer definiert.

Stand: Juni 2017

Welt

 

2,5 %

 

3,0 %

EU

 

1,8 %

 

1,9 %

davon Deutschland

 

1,8 %

 

2,0 %

USA

 

1,6 %

 

2,3 %

Schwellenländer2

 

3,8 %

 

4,5 %

Die Konjunkturaussichten haben sich in der ersten Jahreshälfte 2017 weiter verbessert, die Weltwirtschaft dürfte stärker wachsen als im Vorjahr. Insbesondere in den USA rechnen wir mit einer günstigen Konjunkturentwicklung. Für die Europäische Union erwarten wir – trotz der Unsicherheit über die weitere politische Entwicklung – nun ein etwas höheres Wachstum als 2016. In den Schwellenländern dürfte die Wirtschaftsleistung insgesamt deutlich stärker zulegen als im Vorjahr. Dabei rechnen wir für China weiterhin mit einem hohen, aber leicht rückläufigen Wachstum.

Konjunkturausblick der Segmente1

 

 

Wachstum 2016

 

Ausblick Wachstum 2017

Vorjahreswerte angepasst

1

Eigene Berechnung, ausgenommen Pharmaceuticals-Markt: Quelle: 2017–2021 IMS Market Prognosis, Latest Update May 2017. Alle Rechte vorbehalten; währungsbereinigt

Stand: Juni 2017

Pharmaceuticals-Markt

 

5 %

 

4 %

Consumer-Health-Markt

 

4 %

 

3–4 %

Saatgut- und Pflanzenschutzmarkt

 

0 %

 

1 %

Animal-Health-Markt

 

5 %

 

5 %

Covestro erwartet für das Jahr 2017 weiterhin eine Fortsetzung des Wachstumstrends für die Hauptabnehmerbranchen Bau, Elektrotechnik & Elektronik und Möbel. Für die Automobilindustrie wird unverändert von einem schwächeren Wachstum als im Vorjahr ausgegangen.

Unternehmensausblick

Aufgrund der aktuellen Geschäfts- und Währungsentwicklung passen wir unsere Prognose für das Geschäftsjahr 2017 an.

Wir legen nun für das 2. Halbjahr 2017 die Wechselkurse zum 30.06.2017 zugrunde, z.B. einen EUR-USD-Kurs von 1,14 (bisher: 1,07). Eine Aufwertung (Abwertung) des Euro um 1 % gegenüber allen Währungen führt auf Jahresbasis zu einem Rückgang (Anstieg) des Umsatzes um 300 Mio. € sowie zu einer Verringerung (Steigerung) des um Sondereinflüsse bereinigten EBITDA um 80 Mio. €.

Für den Bayer-Konzern ergeben sich insgesamt folgende Änderungen: Der Umsatz soll sich nun auf mehr als 49 Mrd. € erhöhen (bisher: etwa 51 Mrd. €). Dies entspricht jetzt währungs- und portfoliobereinigt einem Anstieg im mittleren einstelligen Prozentbereich (bisher: im mittleren bis oberen einstelligen Prozentbereich). Das EBITDA vor Sondereinflüssen soll nun im oberen einstelligen Prozentbereich (bisher: im unteren Zehner-Prozentbereich) wachsen. Das bereinigte Ergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft wollen wir jetzt im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich steigern (bisher: im mittleren bis oberen einstelligen Prozentbereich). Hierbei ist zu beachten, dass ab Juni 2017 Covestro nur noch mit 41 % einbezogen ist (bisher: mit 53 %). Ohne Berücksichtigung von Kapital- und Portfoliomaßnahmen soll die Nettofinanzverschuldung am Jahresende 2017 nun bei etwa 7 Mrd. € liegen (bisher: etwa 8 Mrd. €).

Für unsere Life-Science-Bereiche planen wir nun einen Umsatz von 35 – 36 Mrd. € (bisher: ca. 37 Mrd. €). Dies entspricht einem währungs- und portfoliobereinigtem Anstieg im unteren einstelligen Prozentbereich (bisher im mittleren einstelligen Prozentbereich). Wir erwarten ein EBITDA vor Sondereinflüssen leicht über dem Niveau des Vorjahres (bisher: Steigerung im mittleren bis oberen einstelligen Prozentbereich).

Für Pharmaceuticals bestätigen wir trotz einer negativen Währungsentwicklung unsere im Februar veröffentlichte Prognose. Wir erwarten nach wie vor einen Umsatz von mehr als 17 Mrd. €. Dies entspricht einem währungs- und portfoliobereingten Zuwachs im mittleren einstelligen Prozentbereich. Den Umsatz mit unseren Hauptwachstumsprodukten wollen wir wie bisher auf über 6 Mrd. € steigern. Wir planen weiterhin eine Zunahme des um Sondereinflüsse bereinigten EBITDA im oberen einstelligen Prozentbereich. Die um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA-Marge wollen wir nach wie vor verbessern.

Für Consumer Health erwarten wir ein schwaches 2. Halbjahr und rechnen nun für das Gesamtjahr mit einem Umsatz von etwa 6 Mrd. € (bisher: mehr als 6 Mrd. €). Dies entspricht nominal und währungs- und portfoliobereinigt dem Vorjahrsniveau (bisher: währungs- und portfoliobereinigte Steigerung im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich). Wir erwarten nun einen Rückgang des EBITDA vor Sondereinflüssen im oberen einstelligen Prozentbereich (bisher: ein Plus im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich).

Für Crop Science planen wir nun einen Umsatz von unter 10 Mrd. € (bisher: über 10 Mrd. €). Dies entspricht währungs- und portfoliobereinigt einem Rückgang im unteren einstelligen Prozentbereich (bisher: Anstieg im unteren einstelligen Prozentbereich). Beim EBITDA vor Sondereinflüssen planen wir jetzt einen Rückgang im mittleren Zehner-Prozentbereich (bisher: auf dem Niveau des Vorjahres).

Für Animal Health, die Überleitung und Covestro bestätigen wir die im Februar 2017 bzw. im April 2017 veröffentlichten Prognosen. Gleiches gilt für die weiteren Prognosekennzahlen.